Was tun bei Verdacht auf Giftköder?

Richtig handeln bei Giftköderverdacht

Informationsstellen
Die Facebook-Gruppe “Gift-Köder-Alarm Schweiz“ informiert und warnt Hundehalter bei Finden von Giftködern in der Schweiz

Augen auf!
Generell sollte man seinen Hund auf Spaziergängen gut beobachten. Ein Hundehalter erkennt in der Regel schnell, wenn sein Vierbeiner etwas Besonderes wittert. Dann ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Neben Giftködern können nämlich auch andere essbare Dinge wie beispielsweise Knochen, Exkremente oder Verdorbenes für den Hund zur Gefahr werden.

Hunde lieben es, auf langen Spaziergängen die Welt zu erkunden. Doch leider lauern auch Gefahren im Gebüsch, denn immer wieder legen Menschen Giftköder aus – für den Hund kann die Aufnahme im schlimmsten Fall tödlich enden.

Symptome und Hilfe

Typische Symptome

  • Übelkeit, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich
  • starkes Speicheln, schwankender Gang, Taumeln, Atemstillstand, Krämpfe
  • schneller Herzschlag, Herzstillstand, Lähmungserscheinungen
  • Erbrechen, Bewusstlosigkeit, übermäßiges Hecheln

Sofortmaßnahmen

  • entferne den Hund vom Giftköder
  • bringe ihn nicht zum Erbrechen, wenn du nicht weisst, was er zu sich genommen hat (ätzende Gifte verätzen den Rachen, scharfe Gegenstände verletzen)
  • ruf den Tierarzt an, berichte deinen Verdacht und schildere die Symptome (Arzt kann evtl. schon Gegengift bereitlegen)
  • schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen
  • festhalten, wie viel, wann und was gefressen wurde (wenn möglich eine Probe mitnehmen)

Typische Giftköderarten

  • Hackbällchen oder andere Fleischstücke wie Wurstscheiben, die mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben versehen sind
  • Fleischbällchen mit Rattengift
  • Schneckenkorn

Typische Verstecke von Giftködern

  • dichtes Gebüsch
  • Hundeauslaufgebiete
  • Gehwege mit Rasenflächen am Rand

Schutz vor Giftködern

  • Gebiete mit Giftköderwarnung meiden
  • den Hund ablenken, wenn ihm etwas „in die Nase kommt“
  • vorausschauend sein und den Hund gut beschäftigen
  • selbst Futter dabei haben, so dass der Hund nicht auf Futtersuche geht
  • mit dem Hund üben, nicht jedes Futter aufzunehmen
  • wenn notwendig, einen Maulkorb aufsetzen

Übrigens

Jeder Hundehalter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um seinem Vierbeiner im Ernstfall helfen zu können. Halte stets die Nummer der mobilen Tierklinik bereit. Ob es in Ihrer Nähe eine gibt, erfährst du beim Tierarzt.

 

Quelle: VIER PFOTEN
Bild: pixabay.com

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