Such-/Rettungshund

Die Hundenase ist auch heute noch das zuverlässigste Ortungsmittel, um menschliche Witterung unter Trümmern und meterdickem Schutt zu lokalisieren.

Bebt die Erde, stürzen Felsen zu Tal, werden ganze Städte zerstört oder bringt eine Explosion ein Haus zum Einstürzen, ist es auch die Hundenase, die zuverlässig die verschütteten Menschen ortet.

REDOG ist eine Rettungsorganisation des Schweizerischen Roten Kreuzes. Als Mitglied der Rettungskette ist der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde eine von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) anerkannte Organisation und verfügt über Einsatzerfahrung bei humanitären Katastropheneinsätzen. Rettungshunde werden bei Vermisstensuchen und bei Verschüttetensuchen eingesetzt. Jeder Hundeführer der sich mit seinem Hund für die Ausbildung zum Katastrophenhund oder Geländesuchhund interessiert, sollte sich bewusst sein, dass hinter dieser anspruchsvollen Aufgabe ein sehr grosser Aufwand steckt.

REDOG-Hundeteams sind rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr bereit zum Sucheinsatz – bei Katastrophen im Ausland und in der Vermisstensuche in der Schweiz.

Mantrailing

Mantrailing ist die Personensuche unter Einsatz von Personenspürhunden. Bei der Suche unterscheiden sie verschiedene menschliche Geruchspartikel voneinander und orientieren sich trotz vieler anderer Gerüche um sie herum ausschliesslich an der Duftspur der gesuchten Person. Mantrailingteams werden angefordert, wenn in städtisch bewohnten Gebieten eine individuelle Geruchsspur verfolgt wird. Mantrailinghunde sind in der Lage, Spuren auch nach mehreren Stunden oder gar nach Tagen über beachtliche Distanzen zu verfolgen.

Oft werden Mantrailer zusammen mit Geländesuchhunden eingesetzt. Das Zusammenspiel steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche, zum Beispiel in grösseren Suchgebieten. Der Geländesuchhund kann durch die Richtungsangabe eines Mantrailers im freien, grünen Gebiet zielgerichteter eingesetzt werden.

Katastrophenhunde

Katastrophenhunde sind dazu ausgebildet, unter Trümmern oder Geröll verschüttete Personen zu lokalisieren und dem Hundeführer/der Hundeführerin durch Bellen und Verharren anzuzeigen. Sie arbeiten selbständig und sehr ausdauernd und lassen sich weder durch vielfältige Gerüche noch durch Lärm, Menschen oder Essen ablenken. Die Ausbildung zum Katastrophenhundeteam ist lang und dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Begonnen wird damit häufig bereits im Welpen- oder Junghundealter.

 

Quelle: redcross.ch / redog.ch
Bild: pixabay.com

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